Foodsharing

For the English version, click here.

Liebe Menschen,
unsere Fairteiler sind noch nicht wieder geöffnet. Es gibt also weiterhin bestimmte Zeiten, zu denen wir gerettete Lebensmittel fairteilen. In den nächsten Tagen gibt es folgende Termine:

Dienstag 3. August ab 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Mittwoch 4. August ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Donnerstag 5. August ab 16:15 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Freitag 6. August ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Dienstag 10. August ab 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Mittwoch 11. August ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Donnerstag 12. August ab 16:15 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Freitag 13. August ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd

Kommt gerne vorbei.
Bitte achtet ganz besonders auf die Hygieneregeln:

  • 1,5 m Abstand
  • Anfassen = Mitnehmen
  • nur einzeln an die Fairteiler treten
  • bitte Schutzmasken tragen


Workshop am 20.05. im Rahmen der Public Climate School

Am Donnerstag, den 20. Mai, bieten wir einen Oniline-Workshop im Rahmen der Public Climate Schol 4.0 an.

→  https://studentsplusforfuture-jena.webnode.com/foodsharing-pcs4/

Schaut gerne vorbei! 🙂

Mehr Infos zur Public Climate School 4.0 in der Woche vom 17.05 – 21.05 findet ihr unter: https://studentsplusforfuture-jena.webnode.com/pcs/

 



unser Redebeitrag zur Kundgebung „Gemeinwohl statt Wachstum – jetzt erst recht solidarisch bleiben“ (Bündnis solidarische Stadt, 25. März 2021)

Hallo, ich bin Hanna von Foodsharing Jena und ich möchte uns zuerst kurz vorstellen: Foodsharing ist eine Initiative im deutschsprachigen Raum, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Wir holen Lebensmittel ab, die ansonsten weggeworfen werden würden, etwa weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, weil die Brötchen nicht mehr weich sind oder weil die Lebensmittel nicht mehr optisch ansprechend aussehen usw. Seit 2014 retten wir in Jena jährlich 25 Tonnen aussortierte Lebensmittel vor dem Wegwerfen. Mit Beginn der Corona-Krise haben wir angefangen, die geretteten Lebensmittel öffentlich zu verteilen. In Jena Süd, in Lobeda und in Winzerla. Seitdem können sich an vier Wochentagen unterschiedlichste Menschen bedingungslos und kostenlos Lebensmittel an den Verteilstationen abholen.

In verschiedenen Zusammenhängen ist uns wahrscheinlich die Forderung „Das gute Leben für Alle!“ bekannt – buen vivir – ich möchte heute auf „Das gute Essen für Alle!“ eingehen, auf emanzipatorische Ideen für das Ernährungssystem der Zukunft. Dazu möchte ich euch auf eine kleine Gedankenreise einladen. Wo könnten wir in Jena im Jahr 2025 stehen, wenn wir uns jetzt kommunal und zivilgesellschaftlich an die Arbeit machen?

2025 ist Jena weitgehend ernährungssouverän geworden. Wir entscheiden gemeinsam und demokratisch über die Art und Weise, wie Essen produziert, verteilt und konsumiert wird und ermöglichen jedem Menschen Zugang zu gesunder, regionaler Nahrung, die ohne Ausbeutung von Natur und Menschen hergestellt wird.

2025 – auf dem Eichplatz ist keine Einkaufsmeile entstanden, stattdessen wird der ehemalige Parkplatz als Fläche der essbaren Stadt genutzt. Obst, Gemüse und andere Nutzpflanzen werden angebaut und sind dann für alle Menschen frei zugänglich. Schau- und Bildungsgärten bringen den Bürger*innen den Anbau von Lebensmitteln näher. Jenas Schulen veranstalten regelmäßige Projekttage dazu. Und die meisten sind ganz begeistert davon zu erfahren, wie Mangold und Rosenkohl wachsen. Überall in der Stadt wurden Dächer und städtische Flächen begrünt. Hochbeete schießen wie Pilze aus dem Boden. Seitdem die Innenstadt autofrei ist, gibt es ausreichend Platz, Ruhe und ein angenehmes Stadtklima. Städtische Flächen sind zu Begegnungsorten geworden. Die Stadt hat außerdem, wo immer es möglich war, Blühstreifen angelegt, sodass Bienen und andere Insekten sich in Jena wohlfühlen können, der Stadthonig wird auf dem Wochenmarkt angeboten.

Für die Koordinierung der Ernährung in und um Jena wurde bis 2025 ein Ernährungsrat gegründet. Das ist ein Zusammenschluss aus Bürger*innen, Aktivist*innen, Lokalpolitiker*innen und der regionalen Landwirtschaft. Sie haben erreicht, dass solidarische Landwirtschaften in Jena gefördert und unterstützt werden. Außerdem gibt es Vorteile und Unterstützungen von Seiten der Lokalpolitik für Unverpackt-Läden und genossenschaftlich organisierte Lebensmittelläden, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Ladenflächen. Ein Foodsharing-Café ist zum Treffpunkt geworden, in dem gerettete Lebensmittel kostenfrei verzehrt werden können.

Die Gemeinschaftsverpflegung in Schulen, Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen mit ökologischen und lokalen Lebensmitteln wurde verbessert. Gutes Essen ist keine Frage des Einkommens mehr.

Schöne Träume, werdet ihr jetzt denken, aber ist das auch umsetzbar? Einige Städte sind schon jetzt Vorreiter, was Ernährungswandel angeht, dazu folgende Beispiele:

  • Eupen, eine belgische Stadt mit 20 000 Einwohner*innen, fördert die Kompostierung von nicht mehr verwertbaren Obst- und Gemüseresten in Schulen und Stadtvierteln. Außerdem schafft die Stadt Eupen im Stadtgebiet Lebensräume für Bienen und andere bestäubende Insekten und stellt Flächen für Gemeinschaftsgartenprojekte zur Verfügung, um Anwohner*innen ohne eigenen Garten den Anbau von Gemüse zu ermöglichen. In Kooperation mit einer mobilen Saftpresse aus der Region organisiert die Stadt jeden Herbst eine Saftpressaktion zur Ernteverwertung. Für die Zukunft plant die Stadt einen „essbaren Wald“.
  • In Deutschland gibt es mittlerweile in 45 Städten Ernährungsräte. Der Ernährungsrat Oldenburg zum Beispiel erhält im Jahr 2021 eine Förderung über 50 000 € von der Stadt Oldenburg und die Finanzierung einer halben Stelle.
  • In Dresden gibt es die Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte. Momentan hat die Verbrauchergemeinschaft ca. 11 000 aktive Mitglieder, die einen monatlichen festen Beitrag zahlen und genossenschaftliche Anteile erworben haben. In 6 Läden können sie u.a. regionale Lebensmittel aus einem Umkreis von 150 km einkaufen.

Das alles sind schon jetzt existierende Projekte. Deshalb fordern wir die Stadt Jena auf, proaktiv Initiative zu ergreifen, hin zu einem Wandel des Ernährungssystems, hin zu einer noch lebenswerteren Stadt. Es gibt hier in Jena viele engagierte Menschen, vieles wird ehrenamtlich gestemmt. Die Stadt muss jedoch die Rahmenbedingungen schaffen und Willen erkennen lassen, damit dieses Potential nicht ins Leere läuft.

foodsharing beim Markt der Möglichkeiten

am Dienstag, den 12. Januar   19 – 20 Uhr

Ihr wolltet schon immer wissen, was foodsharing Jena macht oder selbst mitmachen, dann schaut vorbei  🙂
https://mdm.stura.uni-jena.de/…/lerne-foodsharing-jena…/

 

→  Zum Markt der Möglichkeiten: https://fb.me/e/c1dGwRbn6

Ihr wollt wissen, was neben dem Studium an der Uni Jena noch so los ist?
Dann schaut beim Markt der Möglichkeiten DIGITAL vorbei! Über 65 Aussteller*innen haben sich zu der Online-Messe angemeldet und stellen sich per Steckbrief vor. Vom 11. – 15. Januar könnt ihr euch in den Bereichen Gesellschaft, Studienunterstützung, Medien, Politik, Musik, Kultur, Umwelt, Religion, International und Sport über verschiedene Angebote informieren und bei Interesse mitwirken. Mit einigen Aussteller*innen könnt ihr auch per Videochat in persönlichen Kontakt treten.

Projekte, Vereine, interne und externe Einrichtungen, die Campusmedien und Hochschulgruppen der Uni Jena – all das und noch vieles mehr, erwartet euch vom 11. – 15. Januar 2021, online unter mdm.stura.uni-jena.de

Auch wir haben einen digitalen Stand und sind mit dabei!  🙂

 



Protest zum Haushaltssicherungskonzept der Stadt Jena

Kundgebung  am  27. Januar  ab  16  Uhr  vor dem Volkshaus Jena, Carl-Zeiss-Platz 15

→  Informationen über weitere Aktionen unter:   hsksonichtjena.wordpress.com

Worum geht es ganz kurz?

Dem Stadthaushalt von Jena drohen starke Einschnitte im kulturellen und sozialen Bereich. Davon sind zum Beispiel viele Vereine, Kitas, kulturelle Einrichtungen, oder der Nahverkehr betroffen.

Im Haushalt der Stadt Jena wird für die kommenden Jahren mit einem hohen Fehlbetrag gerechnet. Das ist passiert, weil der letzte Haushaltsplan des Stadtrats riskant war und nicht wie geplant funktioniert hat. Und durch die Corona-Pandemie hat die Stadt jetzt noch höhere Verluste. Um den Haushalt auszugleichen, schlägt die Stadtverwaltung viele Kürzungen vor.

Kurz: Die normale Stadtbevölkerung soll das Minus bezahlen und ausbaden.

Das nehmen wir – als breiter Zusammenschluss betroffener Initiativen, Vereine und Stadtbewohner*innen – nicht einfach so hin!

Wir fordern: Kürzungen stoppen!

 



 

 

Einladung zu einem Vortrag zum Thema Lebensmittelverschwendung                                                       

+++ Freitag den 07.08. um 18 Uhr im Klimapavillon Gera +++ 

Warum landen so viele Lebensmittel im Müll und welche Folgen hat die globale Lebensmittelverschwendung ? Wie kann der Umgang mit wertvollen Lebensmitteln bewusster gestaltet werden ?Kommt gerne vorbei, wir freuen uns über viele interessierte ZuhörerInnen !

 

Liebe foodsharing-Community,

am Freitag (24.4.2020) findet eine Demo von Fridays for Future unter strengen Hygieneauflagen statt (max 50 Teilnehmer*innen, Abstand, etc). Es ist uns bewusst, dass Versammlungen in der jetzigen Zeit sorgfältiger Abwägung bedürfen. Unter den angegebenen Bedingungen können wir eine solche Veranstaltung aber unter gutem Gewissen unterstützen, denn wie die Versorgung mit Lebensmitteln erachten wir auch eine politische Meinungsäußerung und demokratische Teilhabe als systemrelevant.

Dass FfF weiter politisch aktiv ist, begrüßen wir ausdrücklich. Wir wünschen uns neben einer sozialverträglichen auch eine umweltverträgliche Bewältigung der Krise. Dazu müssen jetzt die richtigen Schlüsse gezogen und die Weichen für eine nachhaltigere Zukunft gestellt werden (und das sind keine neuen Abwrackprämien für die Autoindustrie oder weitere flächenbedingte Subventionen für die Landwirtschaft).

Wir möchten auch an ein negatives Beispiel erinnern: die Finanzkrise 2008. Damals wurden die falschen Maßnahmen ergriffen. Die schädlichen Emissionen stiegen nach der Krise extrem an, die soziale Schere ging weiter auseinander. Damit das kein zweites Mal passiert, geht FfF morgen auf die Straße. Da die meisten von euch aus genannten Gründen nicht teilnehmen können, beteiligt euch doch gerne mit einem Plakat oder Schild. 🙂

In gemeinsamer Solidarität,

euer foodsharing Jena

https://www.facebook.com/FridaysforFutureJena/posts/1508981819270331

In eigener Sache

Wir wurden in den letzten Tagen häufiger gefragt, ob man uns für die Lebensmittel etwas spenden könne. Dazu möchten möchten wir gerne folgendes loswerden: Wir erwarten für die geretteten Lebensmittel generell keine finanzielle Gegenleistung und haben deswegen auch keine Spendentöpfe aufgestellt.

Wenn Menschen trotzdem etwas spenden wollen, möchten wir einen sinnvolleren Zweck vorschlagen: Spendet das Geld doch an die Initiative Seebrücke. Diese Initiative setzt sich zurzeit intensiv für die Evakuierung der 40.000 Menschen ein, die gerade in den völlig überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln ausharren müssen und neben den ohnehin katastrophalen Bedingungen nun auch akut durch die Corona-Pandemie bedroht sind.

Wir wünschen uns eine Solidarität unabhängig von Nationalität und Hautfarbe. Dass dieser Solidaritätsgedanke unserer Regierung gerade völlig abhandengekommen ist, macht ein Beispiel besonders deutlich:

„80.000 ausländische Erntehelfer werden demnächst unter strengsten Auflagen eingeflogen. Sie dürfen nur per Flugzeug einreisen und werden von ihren Betrieben an von der Bundespolizei festgelegten Flughäfen abgeholt. Die Spargelkrise ist abgewendet, gerade noch.“

Wenn wir uns vor Augen führen, dass in Deutschland über 30% aller Lebensmittel wieder weggeschmissen werden, macht das den Überfluss, in dem wir gerade leben, ganz gut deutlich. Ungeachtet der Tatsache, dass der Schutz von Menschenleben wichtiger als der Schutz des deutschen Spargels sein sollte, ergeben 30% von 80.000 schon mal Platz für 24.000 Menschen, die stattdessen von den griechischen Inseln evakuiert werden könnten. Eine solche Rechnung sollte man eigentlich nicht führen, und doch zeigt sie die Absurdität auf, in der wir gerade leben.

Die deutsche Regierung hat sich in den letzten Tagen damit gebrüstet, dass sie nun 50 Kinder aufnehmen möchte – nach wochenlangen Verhandlungen und Protesten aus der Zivilgesellschaft. Luxemburg rettet weitere 12 Kinder.

Das ist an Zynismus und Menschenverachtung angesichts der akuten Lebensgefahr kaum zu überbieten.

Umso wichtiger ist es, dass es Initiativen wie die Seebrücke gibt, die weiterhin Druck machen, für das, was in einer zivilisierten Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Lasst uns gemeinsam für eine gerechtere Welt einstehen, die ein gutes Leben für alle statt ein Leben im Überfluss für wenige im Sinn hat.

Solidarische Grüße

euer foodsharing Jena

#LeaveNoOneBehind (Facebook-Link)

English version – englische Übersetzung

Dear readers,
our Fairteilers have not been reopened yet. Therefore, there continue to be specific times at which food is distributed. In the coming days the times are as follows:

Tuesday 3rd of August after 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Wednesday 4th of August after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Thursday 5th of August after 16:15 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Friday 6th of August after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Tuesday 10th of August after 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Wednesday 11th of August after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Thursday 12th of August after 16:15 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Friday 13th of August after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd

Please come by!
Please make sure to follow hygienic rules:

  • 1.5 m distance
  • touching = taking
  • approach the Fairteilers only one at a time
  • please wear a protective mask

For our purposes

We were often asked in the last few days if we would accept a donation in exchange for food. We would like to express the following as an answer: We expect no financial consideration in exchange for rescued food and for this reason have not put out any donation urns.

If, however, people would still like to donate something we would like to propose a more reasonable end: donate the money to the initiative ‘Seebrücke’. This initiative is committed to the evacuation of 40,000 people that are currently forced to survive in completely overfilled camps on the Greek islands. Besides the already squalid conditions, they are now also confronted with the threat of the Coronavirus pandemic.

We desire solidarity independent of nationality and skin color. One example makes it entirely clear that this desire for solidarity is entirely lacking in our government:

“80,000 foreign farmhands will be flown in under the strictest conditions. They are allowed to arrive only by plane and will be picked up by their employers from airports chosen by the federal police. The asparagus crisis has been avoided, just in time.”

When we consider again that 30% of German foodstuffs will be thrown away after production, the excess in which we live becomes painfully clear. Without regard to the fact that the protection of human life should be more important than the protection of German asparagus, 30% of 80,000 yields already room for 24,000 people that could be evacuated from the Greek islands instead. Such a calculus should not be conducted, but it shows at the same time the absurdity in which we live.

The German government has recently boasted that it now wants to accomodate 50 children – after weeks of negotiations and protests from civil society. Luxembourg is rescuing a further twelve children.

A higher level of cynicism and contempt for mankind in the face of direct threats to life is difficult to imagine.

It becomes only more important that initiatives like ‘Seebrücke’ exist that continue to fight for something that in the civilized world should be self-evident.

Let us stand up together for a juster world that strives for a good life for all instead of a life of excess for a few.

Solidly united greetings
your foodsharing Jena

#LeaveNoOneBehind (Facebook link)