Foodsharing

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Liebe Menschen,
unsere Fairteiler sind noch nicht wieder geöffnet. Es gibt also weiterhin bestimmte Zeiten, zu denen wir gerettete Lebensmittel fairteilen. In den nächsten Tagen gibt es folgende Termine:

Dienstag 27. Oktober ab 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Mittwoch 28. Oktober ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Donnerstag 29. Oktober ab 16:30 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Freitag 30. Oktober ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Dienstag 3. November ab 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Mittwoch 4. November ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Donnerstag 5. November ab 16:30 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Freitag 6. November ab 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd

Kommt gerne vorbei.
Bitte achtet ganz besonders auf die Hygieneregeln:

  • 1,5 m Abstand
  • Anfassen = Mitnehmen
  • nur einzeln an die Fairteiler treten
  • bitte Schutzmasken tragen

 

Einladung zu einem Vortrag zum Thema Lebensmittelverschwendung                                                       

+++ Freitag den 07.08. um 18 Uhr im Klimapavillon Gera +++ 

Warum landen so viele Lebensmittel im Müll und welche Folgen hat die globale Lebensmittelverschwendung ? Wie kann der Umgang mit wertvollen Lebensmitteln bewusster gestaltet werden ?Kommt gerne vorbei, wir freuen uns über viele interessierte ZuhörerInnen !

 

Liebe foodsharing-Community,

am Freitag (24.4.2020) findet eine Demo von Fridays for Future unter strengen Hygieneauflagen statt (max 50 Teilnehmer*innen, Abstand, etc). Es ist uns bewusst, dass Versammlungen in der jetzigen Zeit sorgfältiger Abwägung bedürfen. Unter den angegebenen Bedingungen können wir eine solche Veranstaltung aber unter gutem Gewissen unterstützen, denn wie die Versorgung mit Lebensmitteln erachten wir auch eine politische Meinungsäußerung und demokratische Teilhabe als systemrelevant.

Dass FfF weiter politisch aktiv ist, begrüßen wir ausdrücklich. Wir wünschen uns neben einer sozialverträglichen auch eine umweltverträgliche Bewältigung der Krise. Dazu müssen jetzt die richtigen Schlüsse gezogen und die Weichen für eine nachhaltigere Zukunft gestellt werden (und das sind keine neuen Abwrackprämien für die Autoindustrie oder weitere flächenbedingte Subventionen für die Landwirtschaft).

Wir möchten auch an ein negatives Beispiel erinnern: die Finanzkrise 2008. Damals wurden die falschen Maßnahmen ergriffen. Die schädlichen Emissionen stiegen nach der Krise extrem an, die soziale Schere ging weiter auseinander. Damit das kein zweites Mal passiert, geht FfF morgen auf die Straße. Da die meisten von euch aus genannten Gründen nicht teilnehmen können, beteiligt euch doch gerne mit einem Plakat oder Schild. 🙂

In gemeinsamer Solidarität,

euer foodsharing Jena

https://www.facebook.com/FridaysforFutureJena/posts/1508981819270331

In eigener Sache

Wir wurden in den letzten Tagen häufiger gefragt, ob man uns für die Lebensmittel etwas spenden könne. Dazu möchten möchten wir gerne folgendes loswerden: Wir erwarten für die geretteten Lebensmittel generell keine finanzielle Gegenleistung und haben deswegen auch keine Spendentöpfe aufgestellt.

Wenn Menschen trotzdem etwas spenden wollen, möchten wir einen sinnvolleren Zweck vorschlagen: Spendet das Geld doch an die Initiative Seebrücke. Diese Initiative setzt sich zurzeit intensiv für die Evakuierung der 40.000 Menschen ein, die gerade in den völlig überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln ausharren müssen und neben den ohnehin katastrophalen Bedingungen nun auch akut durch die Corona-Pandemie bedroht sind.

Wir wünschen uns eine Solidarität unabhängig von Nationalität und Hautfarbe. Dass dieser Solidaritätsgedanke unserer Regierung gerade völlig abhandengekommen ist, macht ein Beispiel besonders deutlich:

„80.000 ausländische Erntehelfer werden demnächst unter strengsten Auflagen eingeflogen. Sie dürfen nur per Flugzeug einreisen und werden von ihren Betrieben an von der Bundespolizei festgelegten Flughäfen abgeholt. Die Spargelkrise ist abgewendet, gerade noch.“

Wenn wir uns vor Augen führen, dass in Deutschland über 30% aller Lebensmittel wieder weggeschmissen werden, macht das den Überfluss, in dem wir gerade leben, ganz gut deutlich. Ungeachtet der Tatsache, dass der Schutz von Menschenleben wichtiger als der Schutz des deutschen Spargels sein sollte, ergeben 30% von 80.000 schon mal Platz für 24.000 Menschen, die stattdessen von den griechischen Inseln evakuiert werden könnten. Eine solche Rechnung sollte man eigentlich nicht führen, und doch zeigt sie die Absurdität auf, in der wir gerade leben.

Die deutsche Regierung hat sich in den letzten Tagen damit gebrüstet, dass sie nun 50 Kinder aufnehmen möchte – nach wochenlangen Verhandlungen und Protesten aus der Zivilgesellschaft. Luxemburg rettet weitere 12 Kinder.

Das ist an Zynismus und Menschenverachtung angesichts der akuten Lebensgefahr kaum zu überbieten.

Umso wichtiger ist es, dass es Initiativen wie die Seebrücke gibt, die weiterhin Druck machen, für das, was in einer zivilisierten Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Lasst uns gemeinsam für eine gerechtere Welt einstehen, die ein gutes Leben für alle statt ein Leben im Überfluss für wenige im Sinn hat.

Solidarische Grüße

euer foodsharing Jena

#LeaveNoOneBehind (Facebook-Link)

English version – englische Übersetzung

Dear readers,
our Fairteilers have not been reopened yet. Therefore, there continue to be specific times at which food is distributed. In the coming days the times are as follows:

Tuesday 27th of October after 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Wednesday 28th of October after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Thursday 29th of October after 16:30 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Friday 30th of October after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Tuesday 3rd of November after 16:15 DRK-Seniorenzentrum, Ernst-Schneller-Straße 10, Lobeda Ost
Wednesday 4th of November after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd
Thursday 5th of November after 16:30 Tacheles, Anna-Siemsen-Straße 1, Winzerla
Friday 6th of November after 16:30 Magdelstube, Magdelstieg 23, Süd

Please come by!
Please make sure to follow hygienic rules:

  • 1.5 m distance
  • touching = taking
  • approach the Fairteilers only one at a time
  • please wear a protective mask

For our purposes

We were often asked in the last few days if we would accept a donation in exchange for food. We would like to express the following as an answer: We expect no financial consideration in exchange for rescued food and for this reason have not put out any donation urns.

If, however, people would still like to donate something we would like to propose a more reasonable end: donate the money to the initiative ‘Seebrücke’. This initiative is committed to the evacuation of 40,000 people that are currently forced to survive in completely overfilled camps on the Greek islands. Besides the already squalid conditions, they are now also confronted with the threat of the Coronavirus pandemic.

We desire solidarity independent of nationality and skin color. One example makes it entirely clear that this desire for solidarity is entirely lacking in our government:

“80,000 foreign farmhands will be flown in under the strictest conditions. They are allowed to arrive only by plane and will be picked up by their employers from airports chosen by the federal police. The asparagus crisis has been avoided, just in time.”

When we consider again that 30% of German foodstuffs will be thrown away after production, the excess in which we live becomes painfully clear. Without regard to the fact that the protection of human life should be more important than the protection of German asparagus, 30% of 80,000 yields already room for 24,000 people that could be evacuated from the Greek islands instead. Such a calculus should not be conducted, but it shows at the same time the absurdity in which we live.

The German government has recently boasted that it now wants to accomodate 50 children – after weeks of negotiations and protests from civil society. Luxembourg is rescuing a further twelve children.

A higher level of cynicism and contempt for mankind in the face of direct threats to life is difficult to imagine.

It becomes only more important that initiatives like ‘Seebrücke’ exist that continue to fight for something that in the civilized world should be self-evident.

Let us stand up together for a juster world that strives for a good life for all instead of a life of excess for a few.

Solidly united greetings
your foodsharing Jena

#LeaveNoOneBehind (Facebook link)